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Die Kelten

Die Kelten

Indogermanische Völkergruppe mit reicher Mythologie und Kultur, im Regensburger Raum bis in die Mitte des ersten nachchristlichen Jahrhunderts ansässig.

Regensburg wurde bekanntlich 179 n. Chr. von den Römern als Legionslager angelegt. Was aber, so fragt man sich, war vor den Römern? An einer Stelle, an der sich wichtige Fernstraßen kreuzten und gleich zwei Flussübergänge über die Donau existierten, war es nur natürlich, dass schon seit vorgeschichtlicher Zeit Siedlungen bestanden. Auch die Kelten kannten die Vorteile des Ortes. Die Kelten waren ein Volk, das etwa seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. in Mittel- und Westeuropa ansässig war. Bereits im 5. Jahrhundert vor Christus bewohnten keltische Stämme Gebiete in Deutschland, Frankreich (Gallien), Großbritannien, Irland, Italien, Österreich, Schweiz, Spanien und Tschechien. Sie bildeten über Jahrhunderte eines der bedeutendsten Völker Europas. Die Kelten formten keinen eigenen geschlossenen Staat. Jedoch trugen ihre Kultur und Kunst gemeinsame, typische Züge, die auf Sprache und religiöser Tradition beruhten. Das keltische Wirtschaftsleben basierte auf Ackerbau und Viehzucht, Salzbergbau, Münzprägung und regem europaweitem Handel. Die Großsippe mit einem Stammesfürsten an der Spitze war die Grundlage der Organisation. Gleichermaßen Priester, Lehrer, Arzt, Richter und Zauberer war der Druide, der sein Wissen nur mündlich weitergab.

Eine keltische Großsiedlung namens Radaspona, die von vielen früheren Forschern angenommen wurde, hat es wohl nicht gegeben. Dennoch fehlt es in und um Regensburg nicht an Belegen für keltische Siedlungen. Zumindest eine rege Nutzung der Flussübergänge lässt sich durch archäologische Funde, so zum Beispiel Schwerter und Lanzenspitzen, nachweisen. Einzelne Keramikfunde innerhalb des Stadtgebietes lassen maximal eine kleine, wahrscheinlich unbefestigte Ansiedlung vermuten.

In der Umgebung von Regensburg lagen jedoch größere keltische Siedlungen, sogenannte oppida, so zum Beispiel in Kelheim und in Manching. In diesen befestigten Zentralorten lebte die keltische Führungsschicht. Es herrschte ein hoher Standard, was den Handel und die Handwerkskunst anbelangte. Fernhandel mit dem Süden war gang und gäbe, so gelangten italienischer Wein und kostbares Geschirr in die Gegend, ebenso Rohglas und goldene Münzen. Exportiert wurden Eisen und Graphitton, aus dem feuerfeste Kochgefäße hergestellt wurden. Erleichtert wurde der Handel durch die Übernahme des römischen Münzwesens; es gibt zahlreiche Münzfunde im nordalpinen Raum. Die Handwerker der Kelten, die sehr kunstreich Glas, Keramik, Eisen und Bronze verarbeiteten, waren nicht nur in den oppida tätig, sonderen auch in kleineren, unbefestigten Zentralorten, wie sie zum Beispiel in Egglfing, Berching und Straubing nachgewiesen werden konnten. Was genau den Rückzug der Kelten aus dem süddeutschen Gebiet verursachte, ist nicht klar; jedenfalls trafen die Römer nicht mehr auf sie, als sie das Gebiet er oberten. Es ist anzunehmen, dass sie die weiten Wälder um das Donaugebiet, welches sie Raetien nannten, weitgehend menschenleer fanden. Eine großartige Kultur war spurlos aus der Geschichte verschwunden. Bis auf spärliche archäologische Zeugnisse und den alten Namen Radaspona erinnert in Regensburg nur noch wenig an die Kelten. Das Keltenzimmer im Altstadthotel Am Pach mag ein wenig dazu beitragen, das Volk, das vor den Römern in Regensburg war, nicht gänzlich in Vergessenheit geraten zu lassen.


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