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Die Römer

marc aurel roemer

Auf dem Bild: Kaiser Marc Aurel
Römischer Herrscher von 161 - 180 n. Chr., Gründer des Legionslagers Castra Regina

Dem römischen Staatsmann und Philisophen Marc Aurel war es nicht an der Wiege gesungen worden, dass er einmal römischer Kaiser sein würde. Viel lieber wäre er Philosoph geworden. Seit seinem zwölften Lebensjahr hatte er alle philosophischen Werke verschlungen, derer er habhaft werden konnte. Als er erfuhr, Philosophen trügen lange Mäntel und schliefen auf dem Boden, machte er dies sofort ebenfalls, bis seine besorgte Mutter ihn bat, sich doch wenigstens auf ein Feldbett zu legen. Auf ein weiteres äußeres Zeichen des Philosophen, den Bart, musste er freilich noch ein wenig warten. Marc Aurel war dennoch von langer Hand auf die Thronfolge vorbereitet worden. Nicht nur hatte er eine exzellente Ausbildung erhalten, durch eine kluge Heiratspolitik hatte sein Großvater Annius Verus dafür gesorgt, dass sein Enkel immer näher an den Thron rückte, ohne dass er zu den grausamen Mitteln greifen musste, an denen die Geschichte der römischen Kaiser so reich ist. Als im März 161 Marc Aurels Vorgänger, Antoninus Pius, starb, bestätigte der römische Senat ohne weitere Schwierigkeiten Marc Aurel als seinen Nachfolger und neuen Kaiser. Dieser selbst war es, der den Senat bat, seinen Adoptivbruder Lucius Verus mit ihm zum Kaiser auszurufen. Obwohl es eine solche Form des Doppelkaisertums in Rom noch nicht gegeben hatte, entsprach der Senat der Bitte. Und schon kurz darauf zeigte sich, dass es eine gute Lösung war. Ausgerechnet Marc Aurel, der Philosoph auf dem Kaiserthron, musste während seiner Herrschaft fast ununterbrochen Krieg führen. Bald nach Beginn seiner Herrschaft brach der Krieg gegen die Parther aus, und Marc Aurel konnte Lucius Verus an den Kriegsschauplatz schicken und musste selbst nicht die Verwaltung des Reiches vernachlässigen. Verus kehrte siegreich heim, aber sofort schickte sein Adoptivbruder ihn wieder los, denn die Germanenstämme jenseits der Donau in der Nähe der Provinz Raetien waren unruhig geworden. Daraus entwickelten sich die Markomannenkriege, die Marc Aurel dazu zwangen, zwei neue Legionen aufzustellen. Eine davon war die 3. Italische Legion, die zunächst ihr Quartier in Eining westlich von Regensburg hatte. Von dieser Operationsbasis aus vertrieben die Truppen Gegner, die aus dem böhmischen Raum in Raetien einfi elen. Spätestens mit dem eiligen Friedensschluss von 175, zu dem Marc Aurel Unruhen in Syrien zwangen, fi el wohl die Entscheidung, die 3. Italische Legion ein Standlager am nördlichsten Punkt der Donau bauen zu lassen. Das Legionslager, das zunächst nur als Legio bezeichnet wurde und später aus dem Zusammenschluss der Namen für die Militär- und Zivilsiedlung den Namen Castra Regina erhielt, hatte den üblichen langrechteckigen Grundriß der Auxiliarkastelle. Ungewöhnlich war die aus riesigen Quadern erbaute Umfassungsmauer, die heute noch in weiten Teilen im Stadtbild zu sehen ist. Ein Bruchstück der monumentalen Bauinschrift des Lagers ist erhalten (im Stadtmuseum Regensburg), so dass über die Fertigstellung des Lagers im Jahre 179 kein Zweifel mehr besteht. Dieses Jahr gilt als das offi zielle Gründungsjahr Regensburgs und Marc Aurel als Gründer der Stadt. Den Kaiser selbst hatten die Markomannenkriege jedoch all zu sehr erschöpft. Er starb im März 180 an einer Krankheit, der sein geschwächter Körper keinen Widerstand mehr entgegensetzen konnte. Nachfolger wurde sein Sohn Commodus.


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